Seit 1791 steht die Apotheke der Barmherzigen Brüder Linz für pharmazeutische Kompetenz, Verantwortung und Vertrauen. Heute verbinden wir die Stärken einer öffentlichen Apotheke mit der Erfahrung einer Spitalsapotheke.
Unsere Leistungen im Überblick
Rezepte & Arzneimittel
Durch unsere Versorgerfunktion für das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder verfügen wir über ein besonders umfangreiches Arzneimittellager. Nicht lagernde Präparate können in der Regel innerhalb weniger Stunden beschafft werden; auch die Bestellung aus dem Ausland ist möglich (mit entsprechenden Lieferzeiten).
Umschreibungen von Ambulanz- und Wahlarztrezepten
Abwicklung von Chefarztgenehmigungen mit allen Krankenkassen
Vorbestellung von Arzneimitteln und Rezepturen
Besorgung von Arzneimitteln aus dem In- und Ausland
Fachgerechte Entsorgung von Medikamenten
Medikations-Check
Wer mehrere Arzneimittel gleichzeitig einnimmt, profitiert von einer strukturierten Überprüfung der gesamten Medikation – bereits ab fünf Arzneimitteln spricht man von Polymedikation. Beim Medikations-Check berücksichtigen wir ärztlich verordnete Medikamente ebenso wie rezeptfreie Präparate und Nahrungsergänzungsmittel.
Nach der Analyse erhalten Sie eine pharmazeutische Rückmeldung mit Hinweisen zu möglichen Risiken sowie Empfehlungen zur Optimierung Ihrer Therapie; bei Bedarf beraten wir Sie persönlich. Dabei verbinden wir unsere Erfahrung aus der öffentlichen Apotheke mit der klinischen Pharmazie im Krankenhaus.
Bei der individuellen Verblisterung werden die ärztlich verordneten Tabletten und Kapseln pro Einnahmezeitpunkt in kleine, beschriftete Blister-Säckchen verpackt. Das manuelle Einsortieren in Medikamentenboxen entfällt – das schafft Übersicht und Sicherheit, auch für Angehörige.
Wir beliefern österreichweit Pflegeeinrichtungen und Seniorenheime und verblistern auch für Privatpersonen: regelmäßig, wöchentlich oder 14-tägig nach ärztlicher Verordnung. Nach Übermittlung und pharmazeutischer Prüfung der Medikation erfolgt die Abpackung in der Regel innerhalb eines Werktages.
Ein besonderer Schwerpunkt unserer Apotheke liegt in der Herstellung magistraler Zubereitungen. Durch die enge Anbindung an das Krankenhaus verfügen wir über umfangreiche Erfahrung in der Herstellung individueller Arzneimittel.
Insbesondere im Bereich der Augenheilkunde stellen wir eine Vielzahl spezialisierter Präparate her, die auch von anderen Apotheken bezogen werden. Dazu zählen auch die Befüllung von Schmerzpumpen und antibiotischen Pumpen – unter strengsten Qualitätsstandards.
magistrale Zubereitungen
Spezialrezepturen für die Augenheilkunde
Befüllung von Schmerzpumpen und antibiotischen Pumpen
Reiseapotheke & Reiseimpfberatung
Wir stellen Ihre Reiseapotheke individuell zusammen und beraten Sie zu Reiseimpfungen. Lassen Sie sich rechtzeitig vor der Reise beraten – wichtig sind Reiseziel, Reisezeit, Alter und Gesundheitszustand der Reisenden sowie regelmäßig eingenommene Medikamente.
Naturheilkunde & eigene Teemischungen
Wir beraten Sie auch in ergänzenden Bereichen wie Homöopathie, Aromatherapie, Bachblüten und Ayurveda. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Herstellung eigener Teemischungen: Sie werden individuell zusammengestellt und orientieren sich sowohl an traditionellen Rezepturen als auch an aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Homöopathie und Schüßler-Salze
Aromatherapie und ätherische Öle
Bachblüten und Ayurveda
Aura Soma
Online-Apotheke
Seit 2015 können nicht verschreibungspflichtige Medikamente bequem und schnell auch online bestellt werden. Als traditionelle Konvent-Apotheke ist uns Medikamentensicherheit beim Online-Kauf ein besonderes Anliegen: Wir versenden ausschließlich in Österreich zugelassene Medikamente, die in temperaturkontrollierten Räumen gelagert werden.
Der Versand erfolgt innerhalb Österreichs, ab 40 Euro Bestellwert versandkostenfrei. Ob ein Online-Angebot legal ist, erkennen Sie am Sicherheitslogo mit weißem Kreuz und Flagge – es führt zum Register des Bundesamts für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG).
Die Linzer Apotheken versehen die Notfallbereitschaft in zwölf Gruppen im täglichen Wechsel um 8 Uhr. Die Apotheke der Barmherzigen Brüder gehört zur Gruppe 1. Welche Apotheke gerade Dienst hat, erfahren Sie rund um die Uhr unter 1455.
Im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Linz erhalten alle Patientinnen und Patienten bei einem stationären Aufenthalt automatisch eine Überprüfung der Medikamenten-Einnahme: Am Folgetag der Aufnahme führen die Pharmazeutinnen und Pharmazeuten der Apotheke über die digitale Patientenakte einen Medikations-Check durch – überprüft werden unter anderem Dosierung, Teilbarkeit, Einnahmezeitpunkt, Indikation und mögliche Wechselwirkungen.
Für diese Anwendung der Klinischen Pharmazie wurde die Apotheke mit dem österreichischen INTEGRI-Preis für Patientensicherheit ausgezeichnet. Diesen Service bieten wir auch unseren Kundinnen und Kunden direkt in der Apotheke an.
Individuelle Beratung und Information ist uns ein besonderes Anliegen. Weitere Beiträge finden Sie im Ratgeber unseres Online-Shops.
Hopfen – Arzneipflanze 2026
Mehr als nur Bier – Hopfen als Heilpflanze.
Hopfen ist den meisten Menschen vor allem als wichtiger Bestandteil beim Bierbrauen bekannt. Weniger bekannt ist, dass diese Kletterpflanze seit Jahrhunderten auch als Heilpflanze geschätzt wird. Für das Jahr 2026 wurde Hopfen von österreichischen Expertinnen und Experten zur Arzneipflanze des Jahres gewählt.
Auch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) erkennt Hopfenzapfen als traditionelles pflanzliches Arzneimittel an. Damit wird bestätigt, dass Hopfen bei bestimmten Beschwerden unterstützend eingesetzt werden kann.
Herkunft und Inhaltsstoffe
Der Echte Hopfen (Humulus lupulus) gehört zur Familie der Hanfgewächse. Er wächst wild in Europa und kann mehrere Meter hoch klettern. Medizinisch genutzt werden ausschließlich die weiblichen Blütenstände, die sogenannten Hopfenzapfen.
Diese enthalten wertvolle Pflanzenstoffe wie:
Bitterstoffe (u. a. Humulon und Lupulon)
Ätherische Öle
Polyphenole und Flavonoide
Diese Inhaltsstoffe verleihen dem Hopfen nicht nur seinen charakteristischen Geschmack, sondern sind auch für seine gesundheitlichen Wirkungen verantwortlich.
Wohltuend für Nerven und Schlaf
Hopfen ist besonders bekannt für seine beruhigende Wirkung. Traditionell wird er eingesetzt bei:
Nervosität
innerer Unruhe
leichten Schlafstörungen
Besonders bewährt ist Hopfen in Kombination mit anderen Heilpflanzen wie Baldrian, Melisse oder Passionsblume. Pflanzliche Mischpräparate können helfen, schneller einzuschlafen und die Schlafqualität zu verbessern.
Tipp aus der Apotheke: Hopfenkissen oder Kräutertees mit Hopfen können eine sanfte Unterstützung vor dem Schlafengehen sein.
Unterstützung für Magen und Darm
Die Bitterstoffe des Hopfens regen die Magensaftproduktion an und können:
den Appetit fördern
bei Völlegefühl helfen
Blähungen lindern
leichte Magenkrämpfe unterstützen
Interessanterweise zeigen Studien, dass Hopfenextrakte auch das Sättigungsgefühl beeinflussen können – ein möglicher Hinweis auf eine positive Wirkung auf den Stoffwechsel.
Hilfe in den Wechseljahren
Ein besonderer Inhaltsstoff des Hopfens, 8-Prenylnaringenin, wirkt ähnlich wie das weibliche Hormon Östrogen. Deshalb wird Hopfen häufig eingesetzt bei:
Hitzewallungen
Stimmungsschwankungen
Schlafproblemen in den Wechseljahren
Auch bei Menstruationsbeschwerden wurde Hopfen traditionell in der Volksmedizin genutzt.
Entzündungshemmend und hautfreundlich
Laboruntersuchungen weisen darauf hin, dass Hopfen:
antibakteriell
entzündungshemmend
wirken kann. Deshalb wird er begleitend bei gereizten Gelenken oder rheumatischen Beschwerden eingesetzt.
In der Hautpflege findet Hopfen ebenfalls Anwendung: Cremes und Salben mit Hopfenextrakt können bei irritierter Haut, Akne oder Ekzemen hilfreich sein.
In welcher Form wird Hopfen angewendet?
Hopfen ist in der Apotheke in verschiedenen Formen erhältlich:
als Tee oder Aufguss
als Tinktur oder Tropfen
in Kapseln oder Tabletten
in pflanzlichen Kombinationspräparaten
als Hopfenkissen zum besseren Einschlafen
Hinweis: Alkoholische Auszüge (Tinkturen) können stärker wirken als Teezubereitungen. Hopfenzubereitungen sollten kühl und lichtgeschützt gelagert werden.
Sicherheit und wichtige Hinweise
Hopfen gilt grundsätzlich als gut verträglich. Dennoch sollten Sie beachten:
Hopfen kann müde machen – Vorsicht beim Autofahren oder Bedienen von Maschinen.
Schwangere sollten Hopfen vorsichtshalber meiden.
Frische Hopfenzapfen können bei empfindlichen Personen Hautreizungen verursachen.
Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen oder chronisch erkrankt sind, sprechen Sie vor der Anwendung mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrem Apotheker.
Hopfen in der Küche
Neben der Medizin findet Hopfen auch in der modernen Küche Verwendung:
Junge Hopfentriebe können im Frühjahr ähnlich wie Spargel zubereitet werden.
Hopfenextrakte verleihen Saucen oder Desserts eine interessante, leicht bittere Note.
Quelle: Ratgeber der Apotheke der Barmherzigen Brüder Linz – „Hopfen – Arzneipflanze des Jahres 2026“. Die Informationen ersetzen keine persönliche Beratung in der Apotheke und keine ärztliche Diagnose.
Zecken & FSME
Wie Sie sich vor Zecken schützen, was nach einem Zeckenstich wichtig ist und warum die FSME-Impfung in Österreich eine wichtige Rolle spielt.
Schutz, Zeckenstich richtig einschätzen und FSME nicht vergessen
Mit steigenden Temperaturen beginnt auch wieder die Zeckensaison. Laut AGES werden Zecken richtig aktiv, sobald die Temperaturen über 10 °C steigen und einige Tage konstant bleiben. Gleichzeitig gilt: Einzelne Zecken können auch außerhalb der klassischen Saison vorkommen. Gerade in Österreich lohnt es sich daher, von Frühling bis Herbst aufmerksam zu sein.
Für Menschen sind vor allem zwei durch Zecken übertragene Erkrankungen wichtig: Lyme-Borreliose und FSME. Beide werden durch Zeckenstiche übertragen, unterscheiden sich aber deutlich voneinander. Während die Borreliose durch Bakterien verursacht wird und mit Antibiotika behandelt werden kann, wird FSME durch ein Virus ausgelöst. Gegen FSME gibt es eine Impfung, gegen Borreliose derzeit nicht.
Warum Zeckenstiche ernst genommen werden sollten
Die häufigste Zeckenart in Österreich ist der gemeine Holzbock (Ixodes ricinus). AGES weist darauf hin, dass Lyme-Borreliose und FSME in Österreich die häufigsten durch Zecken übertragenen Erkrankungen sind. Im Rahmen des österreichweiten Zeckenmonitorings zeigte sich außerdem, dass ein relevanter Anteil der eingesendeten Zecken Borrelien in sich trägt.
Borreliose kann sich zum Beispiel durch eine Wanderröte bemerkbar machen – also eine Rötung, die sich rund um die Stichstelle langsam ausbreitet. Zusätzlich können Fieber, Müdigkeit, Kopf-, Muskel- oder Gelenkschmerzen auftreten. Unbehandelt können später auch Gelenke, das Nervensystem, die Haut und selten das Herz betroffen sein. FSME verläuft anders: Sie wird durch Viren verursacht und kann in schweren Fällen zu einer Entzündung von Gehirn, Hirnhäuten oder Nervensystem führen. Eine ursächliche Behandlung gibt es hier nicht – umso wichtiger ist die Vorbeugung durch die Impfung.
Was tun nach einem Zeckenstich?
Wenn sich eine Zecke bereits festgesaugt hat, sollte sie möglichst rasch entfernt werden. Geeignet sind eine feine Pinzette, ein Zeckenhaken oder eine Zeckenkarte. Wichtig ist, die Zecke möglichst hautnah zu greifen und gerade herauszuziehen, ohne sie zu quetschen. Von Hausmitteln wie Öl, Klebstoff oder Butter wird abgeraten.
Nach dem Entfernen sollte die Stichstelle mehrere Wochen beobachtet werden. Hilfreich ist es, die Stelle zu fotografieren, um Veränderungen besser beurteilen zu können. Eine kleine lokale Rötung direkt nach dem Stich ist zunächst nicht ungewöhnlich. Ärztlicher Rat ist aber sinnvoll, wenn sich die Rötung ausbreitet, wenn Fieber, grippeähnliche Beschwerden, starke Kopfschmerzen, Gelenkbeschwerden oder neurologische Symptome dazukommen.
Wie kann man sich schützen?
Ein hundertprozentiger Schutz vor Zeckenstichen ist nicht möglich, aber das Risiko lässt sich deutlich senken. Sinnvoll sind:
geschlossene Kleidung bei Aufenthalt im hohen Gras, Gebüsch oder Unterholz
Repellents für Haut oder Kleidung
den Körper nach Spaziergängen, Gartenarbeit oder Ausflügen gründlich absuchen
bei Kindern auch Kopfhaut, Nacken und Kniekehlen kontrollieren
Zecken lassen sich übrigens nicht von Bäumen auf Menschen fallen. Meist werden sie in Bodennähe im Vorbeigehen abgestreift.
FSME-Impfung: in Österreich besonders wichtig
Für Österreich ist die FSME-Impfung besonders relevant, weil laut AGES im gesamten Bundesgebiet ein Risiko für FSME besteht. Österreich zählt zu den am stärksten betroffenen Ländern Europas. Die Impfung ist daher ein wichtiger Schutz – besonders für Menschen, die viel in der Natur sind, aber auch für Kinder und Familien. Der österreichische Impfplan empfiehlt die FSME-Impfung ab dem vollendeten ersten Lebensjahr; Auffrischungen sind je nach Alter und Impfstoff in regelmäßigen Abständen notwendig.
Unser Tipp aus der Apotheke
Gerade zu Beginn der Saison lohnt es sich, an den Zeckenschutz zu denken: geeignetes Repellent, eine gute Zeckenpinzette für unterwegs und ein Blick in den Impfpass sind oft schon die wichtigsten Schritte. Wenn Sie unsicher sind, welches Produkt sinnvoll ist oder wann eine FSME-Auffrischung fällig ist, beraten wir Sie gerne persönlich in der Apotheke.
Passende Produkte zum Thema: In unserer Kategorie Insektenschutz (öffnet in neuem Tab) finden Sie praktische Produkte wie Repellents und hilfreiche Begleiter für die Zeckensaison.
Quelle: Ratgeber der Apotheke der Barmherzigen Brüder Linz – „Zecken 2026: Was Sie jetzt wissen müssen“. Die Informationen ersetzen keine persönliche Beratung in der Apotheke und keine ärztliche Diagnose.
Sonnenschutz
Warum Sonnenschutz auch im Alltag wichtig ist – und wie Sie Ihre Haut zuverlässig vor UV-Strahlung schützen.
Sonnenschutz ist nicht nur im Urlaub wichtig. Auch im Alltag ist unsere Haut UV-Strahlung ausgesetzt – beim Spazierengehen, Radfahren, im Gastgarten oder auf dem Weg in die Arbeit. Dabei gilt: Sonnenschutz ist ein wichtiger Teil der Hautkrebsprävention, ersetzt aber nicht Schatten, Kleidung und vernünftiges Verhalten in der Sonne.
Worauf sollte man bei Sonnenschutz achten?
Ein gutes Sonnenschutzprodukt sollte vor UVA- und UVB-Strahlen schützen und mindestens LSF 30 haben. Für Kinder, sehr helle oder empfindliche Haut sowie bei intensiver Sonne ist oft ein höherer Lichtschutzfaktor sinnvoll. Wichtig ist außerdem, dass sich das Produkt gut auftragen lässt und zur eigenen Haut passt – denn nur was angenehm ist, wird auch regelmäßig verwendet.
Für Gesicht und Alltag greifen viele lieber zu leichten Fluids oder nicht fettenden Texturen. Für trockene Haut sind reichhaltigere Cremes oft angenehmer. Entscheidend ist aber nicht in erster Linie, ob ein Produkt „modern“ klingt, sondern ob es zuverlässig schützt und konsequent angewendet wird.
Sonnenschutz wirkt nur, wenn genug verwendet wird
Ein häufiger Fehler ist, dass zu wenig Sonnencreme aufgetragen wird. Dann ist der tatsächliche Schutz deutlich geringer als auf der Verpackung angegeben. Sonnenschutz sollte daher großzügig und gleichmäßig aufgetragen werden – auch an Stellen, die leicht vergessen werden, wie Ohren, Hals, Nacken, Fußrücken oder bei wenig Haar auch die Kopfhaut.
Am besten trägt man Sonnenschutz 15 bis 30 Minuten vor dem Hinausgehen auf. Wenn man länger draußen ist, sollte man alle zwei Stunden nachcremen, besonders nach dem Schwimmen, Schwitzen oder Abtrocknen. Nachcremen verlängert die Schutzzeit nicht unbegrenzt, hilft aber dabei, den Schutz aufrechtzuerhalten.
Hoher LSF bedeutet nicht: den ganzen Tag sicher
Ein hoher Lichtschutzfaktor ist sinnvoll, aber er bedeutet nicht, dass man sich damit sorglos stundenlang in der Sonne aufhalten kann. Kein Sonnenschutzmittel blockiert UV-Strahlung vollständig. Deshalb bleibt das Verhalten genauso wichtig wie das Produkt selbst.
Besonders in der Zeit rund um Mittag ist die UV-Belastung am stärksten. Wenn möglich, sollte man direkte Sonne in dieser Phase eher meiden. Schatten, Kopfbedeckung, Sonnenbrille und schützende Kleidung sind wichtige Ergänzungen – nicht nur am Strand, sondern auch im Alltag.
Sonnenschutz ist nicht nur ein Sommerthema
Viele denken bei Sonnenschutz nur an Hochsommer und Urlaub. Tatsächlich ist UV-Strahlung aber auch an bewölkten Tagen relevant. Vor allem UVA-Strahlen spielen das ganze Jahr über eine Rolle und können auch durch Fensterglas dringen. Wer viel am Fenster sitzt, lange Auto fährt oder regelmäßig draußen unterwegs ist, profitiert daher auch im Alltag von konsequentem Schutz.
Gerade im Gesicht wird Sonnenschutz zunehmend Teil der täglichen Pflegeroutine. Das ist sinnvoll – besonders dann, wenn man zu Pigmentflecken, empfindlicher Haut oder lichtbedingter Hautalterung neigt.
Gibt es eine „gesunde Bräune“?
Kurz gesagt: nein. Bräune ist keine Gesundheitsreserve, sondern eine Reaktion der Haut auf UV-Schäden. Auch wenn gebräunte Haut oft als „gesund“ wahrgenommen wird, bedeutet sie biologisch gesehen bereits Stress für die Haut.
Deshalb sollte Sonnenschutz nicht erst dann ein Thema sein, wenn die Haut schon spannt oder sich rötet. Wer regelmäßig draußen ist, sollte frühzeitig schützen – nicht erst im Urlaub, sondern auch bei Freizeit, Sport und kurzen Wegen im Freien.
Was ist mit Blue Light und modernen Trends?
Rund um Sonnenschutz tauchen immer wieder neue Begriffe und Trends auf. Für die meisten Menschen bleibt aber das Wesentliche unverändert: zuverlässiger Schutz vor UV-Strahlung, genug Produkt, regelmäßiges Nachcremen und sinnvolle Kombination mit Kleidung und Schatten.
Bei manchen Hautbildern – zum Beispiel Pigmentflecken – können getönte Produkte mit Eisenoxiden zusätzlich sinnvoll sein. Für den normalen Alltag gilt aber weiterhin: Lieber ein passendes Produkt regelmäßig verwenden als sich zu sehr von Trends oder Werbeversprechen leiten zu lassen.
Wann sollte man besonders aufmerksam sein?
Besonders wichtig ist Sonnenschutz für Kinder, für sehr helle oder empfindliche Haut, bei Aufenthalten in den Bergen oder am Wasser sowie bei Reisen in südliche Länder oder in Äquatornähe. Auch bestimmte Medikamente oder Hauterkrankungen können die Lichtempfindlichkeit erhöhen.
Wenn die Haut ungewöhnlich stark auf Sonne reagiert, wenn immer wieder Sonnenallergie, Pigmentflecken oder Hautveränderungen auftreten oder wenn Unsicherheit bei der Produktauswahl besteht, ist eine persönliche Beratung sinnvoll.
Unser Tipp aus der Apotheke
Der beste Sonnenschutz ist der, den man richtig und regelmäßig verwendet. Entscheidend sind nicht möglichst viele Schlagworte auf der Verpackung, sondern ein verlässlicher UVA-/UVB-Schutz, ausreichend Produkt und konsequente Anwendung. Wir beraten Sie gerne dabei, welches Produkt für Ihren Hauttyp, Ihren Alltag und Ihre individuellen Bedürfnisse sinnvoll ist.
Passende Produkte zum Thema: In unserer Kategorie Sonnenschutz (öffnet in neuem Tab) finden Sie praktische Produkte für Alltag, Urlaub und empfindliche Haut – von leichten Fluids bis zu verlässlichem Sonnenschutz für die ganze Familie.
Quelle: Ratgeber der Apotheke der Barmherzigen Brüder Linz – „Sonnenschutz richtig anwenden: Was Ihre Haut wirklich schützt“. Die Informationen ersetzen keine persönliche Beratung in der Apotheke und keine ärztliche Diagnose.
Badeotitis
Schwimmen, Tauchen, Ohrpflege: So beugen Sie Badeotitis vor und wissen, wann ärztlicher Rat wichtig ist.
Sommerzeit ist Badezeit – ob im Schwimmbad, See oder Meer. Doch Wasser im Ohr kann den äußeren Gehörgang reizen und das Risiko für eine sogenannte Badeotitis erhöhen. Dabei handelt es sich um eine Entzündung des äußeren Gehörgangs, die häufig nach dem Schwimmen oder Tauchen auftritt.
Mit der richtigen Vorbeugung lässt sich das Risiko deutlich senken.
Was ist eine Badeotitis?
Die Badeotitis, auch Otitis externa genannt, ist eine Entzündung des äußeren Gehörgangs. Sie kann entstehen, wenn nach dem Baden oder Schwimmen Feuchtigkeit im Ohr zurückbleibt. Dadurch wird die empfindliche Haut im Gehörgang aufgeweicht und gereizt. Bakterien oder Pilze können sich leichter vermehren und eine Entzündung auslösen.
Typische Beschwerden sind:
Ohrenschmerzen
Juckreiz im Ohr
Druckgefühl
Rötung oder Schwellung des Gehörgangs
unangenehm riechender Ausfluss
Schmerzen beim Ziehen an der Ohrmuschel
Besonders nach häufigem Schwimmen, Tauchen oder bei empfindlicher Haut im Gehörgang kann eine Badeotitis begünstigt werden.
Wattestäbchen besser vermeiden
Viele Menschen versuchen nach dem Baden, Wasser oder Ohrenschmalz mit Wattestäbchen zu entfernen. Davon wird jedoch abgeraten.
Wattestäbchen, Fingernägel oder andere Gegenstände können die empfindliche Haut im Gehörgang verletzen. Außerdem kann Ohrenschmalz tiefer in den Gehörgang geschoben werden. Beides kann Reizungen und Entzündungen fördern.
Besser ist es, die Ohren nach dem Baden vorsichtig mit einem weichen Tuch abzutrocknen. Auch ein Föhn auf Kaltstufe kann helfen, Restfeuchtigkeit sanft zu entfernen. Dabei sollte ausreichend Abstand zum Ohr gehalten werden.
Tauchertropfen zur Vorbeugung
Spezielle Tauchertropfen, auch Taucher-Ohrentropfen oder Swim-Ear-Ohrentropfen genannt, können nach dem Schwimmen oder Tauchen vorbeugend angewendet werden.
Sie sind so formuliert, dass sie helfen können, ein für Keime ungünstiges Milieu im Gehörgang zu schaffen. Häufig enthalten sie saure, antiseptische oder pflegende Bestandteile. Dadurch können sie dazu beitragen, den natürlichen Schutz der Haut im äußeren Gehörgang zu unterstützen.
Wichtig: Tauchertropfen dürfen nur angewendet werden, wenn das Trommelfell intakt ist. Bei bekannten Trommelfellverletzungen, Ohroperationen, Paukenröhrchen oder unklaren Ohrbeschwerden sollte vorher ärztlicher Rat eingeholt werden.
Pflege und Schutz des Gehörgangs
Neben Tauchertropfen können auch einfache Maßnahmen helfen, die Ohren beim Baden besser zu schützen:
Ohren nach dem Schwimmen sanft trocknen
keine Wattestäbchen oder spitzen Gegenstände verwenden
bei empfindlicher oder trockener Haut geeignete Ohrenpflege verwenden
Ohrstöpsel oder Badehauben bei Bedarf nutzen
Ohrstöpsel und Hörgeräte regelmäßig reinigen
Reizstoffe wie Haarspray oder Haarfärbemittel möglichst vom Gehörgang fernhalten
Bei trockener oder spröder Haut im Gehörgang können pflegende Öle oder spezielle Ohrenpflegeprodukte den natürlichen Schutzmantel unterstützen. Lassen Sie sich dazu am besten in der Apotheke beraten.
Wann sollte man zum Arzt?
Tauchertropfen und pflegende Maßnahmen dienen vor allem der Vorbeugung. Bei bestehenden Beschwerden ersetzen sie keine ärztliche Abklärung.
Bitte suchen Sie ärztlichen Rat, wenn folgende Symptome auftreten:
starke oder zunehmende Ohrenschmerzen
eitriger oder unangenehm riechender Ausfluss
Hörminderung
Schwellung des Gehörgangs
Fieber
Schmerzen beim Kauen oder Ziehen an der Ohrmuschel
Beschwerden, die länger anhalten oder sich verschlimmern
Auch bei Kindern, Menschen mit Diabetes, geschwächtem Immunsystem oder wiederkehrenden Ohrentzündungen sollte frühzeitig ärztlich abgeklärt werden.
Unser Apotheken-Tipp
Wer zu Badeotitis neigt oder einen Tauch- bzw. Badeurlaub plant, sollte sich rechtzeitig beraten lassen. In der Apotheke erhalten Sie geeignete Produkte zur Vorbeugung, Pflege und zum Schutz des Gehörgangs.
Besonders wichtig ist: Ohren trocken halten, mechanische Reizungen vermeiden und bei ersten Warnzeichen nicht zu lange warten.
So steht unbeschwertem Badevergnügen nichts im Weg.
Quelle: Ratgeber der Apotheke der Barmherzigen Brüder Linz – „Schutz vor Badeotitis: So bleiben Ihre Ohren nach dem Schwimmen gesund“. Die Informationen ersetzen keine persönliche Beratung in der Apotheke und keine ärztliche Diagnose.